Davon gibt es einige. Wir haben zwar viele Blogs gelesen, Ratschläge von Bekannten erhalten aber es gibt noch einige kleine, aber sehr wichtige Infos die für zukünftige „Vanlife-Buddys“ wichtig sind. Deshalb hoffen wir dem einen oder anderen der in diesem Kontinent reist helfen zu können!

Verschiffung: Irgendwie muss das Ding ja nach Südamerika. Wir haben uns für die Verschiffung mit Seabridge entschieden. Von Hamburg nach Montevideo. Wir sind nach Buenos Aires geflogen um dort noch Spanisch zu lernen. Man hat aber auch die Möglichkeit mit dem Schiff mit zu gehen.

 

Sticker: Lasst euch Sticker machen. Alle haben die nur wir nicht! Wir versuchen die nun von Unterwegs noch machen zu lassen. Wie ihr euch aber vorstellen könnt ist das eher schwierig.

 

Bargeld mitnehmen. Viel Bargeld mitnehmen am besten in Dollar die kann man überall wechseln oder sogar damit bezahlen. Wir haben zum Glück noch in letzter Sekunde den Tipp erhalten und in der Schweiz 3000$ gewechselt, im Nachhinein hätten wir lieber mehr gewechselt. Hier in Argentinien haben wir dann probiert am Bankomat 100.- in Pesos zu beziehen und dafür 30.- bezahlt. Wie es mit dem Bargeldbezug in anderen Länder ist wissen wir noch nicht. Mittlerweile haben wir noch Azimo kennen gelernt. Ob und wie das funktioniert wissen wir noch nicht genau werden wir aber in den nächsten Tagen herausfinden.

 

Bezahlen: Wenn es geht bezahlen wir mit der Kreditkarte, da es einfacher ist, kontrollierbarer, sicherer je nach Abdeckung und das Abheben von Inländischen Währungen viele Kosten mit sich bringt. Das Bezahlen mit Kreditkarte ist in den Ländern in den wir waren fast überall möglich (ähnlich wie in der Schweiz). Falls nicht möglich, Inländische Währung oder Dollar. Am besten funktionierte es bis jetzt mit unserer Visa Kreditkarte. Wir haben zur Sicherheit aber noch eine Mastercard und eine Travelcash dabei.

Bank und Kreditkarte (wichtig für Schweizer die sich abmelden): Es gibt da Tipps und Tricks die wir euch gerne beantworten wenn ihr uns anschreibt.

Fake Nr. Das haben wir nicht selbst erfunden, dies machen hier ganz viele so. Denn es ist die einzige Möglichkeit, wenn ihr das Auto nicht alle 2 Jahre vorführen wollt. Zudem spart ihr die Versicherung und die Strassensteuern in der Schweiz. Die Versicherungen in der Schweiz decken keine Schäden in Südamerika, hier müsst ihr euer Auto nochmals versichern.

Versicherungen: Für Krankheit und Unfall haben wir uns für Worldnomads (link) entschieden, da sie für uns die Vertrauenswürdigste Versicherung ist. Sie kostet zwar etwas mehr als beispielsweise Hanse Merkur. Bei Hanse Merkur muss man aber einen Wohnsitz in Deutschland haben. Dies kann man zwar umgehen aber ob man dann bei einem Schadenfall auch wirklich versichert ist wollten wir nicht herausfinden. Fürs Auto haben wir eine Haftpflicht bei der Allianz Argentinien . Er kann ebenfalls Deutsch.

iOverlander, maps.me und nomadslist erleichtern uns das Leben hier sehr. Mit iOverlander kannst du einfach deinen nächsten Schlafplatz, eine Tankstelle, Wasser etc. finden. Dies beruht hauptsächlich auf Rezessionen anderer Camper. Mit maps.me kannst du offline navigieren. Dies ist ebenfalls mit iOverlander verbunden und navigiert direkt zu den Orten. Zu guter Letzt nomadslist, hier kannst du die Lebensunterhaltskosten, die Stromstärken, Währungen, Sicherheit etc. herausfinden.

Sandbleche, Wagenheber und Schaufel gehören in jeden Van. Dies mussten wir herausfinden, als es bereits zu spät war. Naja die Schaufeln hatten wir eigentlich von Brack (Link) welche perfekt gewesen wäre. Die uns bei der Überfahrt aber leider geklaut wurde :'( Wir blieben nämlich im Sand stecken. Gott sei Dank kam uns im gleichen Moment ein Auto entgegen, welches alles dabei hatte. PS: Die Schaufel kann auch gut für andere Geschäfte gebraucht werden 😉

Mobiles Spülbecken: Dies haben wir ebenfalls von Brack (Link) Auch über diese Anschaffung sind wir extrem froh. Wir füllen das Spülbecken jeweils mit See oder Frischwasser und können so unseren Abwasch an der frischen Luft erledigen. Wasser und Platzsparend.

Überfahrt: Nehmt die Warnungen ernst! Versteckt alle Elektrischen Geräte und andere wertvolle Gegenstände. Wenn sie in euren Van einbrechen sind diese Sachen bestimmt weg. Uns haben sie einiges gestohlen weil wir zu unachtsam wahren. Zur Beruhigung können wir sagen, dass Haushaltssachen wie Küchenutensilien, Decken, Bücher etc. die Einbrecher nicht interessierten.

Reserve Tanks: Benzin sowie Wasser. Beides ist uns schon beinahe ausgegangen und wir wären nicht weiter gekommen. Brasilien hat lange strecken und weder auf Google maps noch auf iOverlander war eine Tankstelle eingezeichnet. Die nächste war 2h entfernt und ihr könnt euch ja vorstellen wie einem dabei zu mute ist. Glücklicherweise fanden wir trotzdem eine winzige Tankstelle welche wir selbstverständlich nun auf iOverlander hinzugefügt haben.

Omniaofen (Link): Zum Glück haben wir den bei unseren Kollegen Captvanstrolling gesehen und noch in der Schweiz gekauft. Ich denke hier wäre das schwierig geworden. Damit kann man beispielsweise super einfach Brot selbst machen und muss nicht immer in einen Laden.

Vorbereitung Equipment: Kauft alles was ihr könnt in der Schweiz oder wenn ihr in Nordamerika anfängt dort. Denn hier in Südamerika werden hohe Steuern auf die Produkte gesetzt und man nervt sich dann diese Sachen verteuert kaufen zu müssen.

Mercado Libre. Falls ihr trotzdem einmal etwas vergessen habt ist Mercado Libre super. Soweit wir wissen in ganz Südamerika. Wir haben auch schon darüber bestellt, weil es hier günstiger ist als in einem Laden und man kann es an eine Poststelle schicken lassen. Zu beachten ins allerdings, dass man in Brasilien sowie in Uruguay eine Lokale Identitätsnummer angeben muss. Fragt einfach eine Person ob ihr die Nr. für eine Bestellung haben könnt. Wir haben den Hotel Lobbyist gefragt und sie bekommen.

Mobile Dusche: Wir haben uns aus Platzgründen gegen eine fixe Dusche entschieden. Oft haben wir das auch mit dem Rohr um das Auto gesehen wo man dann anschliessend einen Duschhahn anschliessen kann. Wollten wir nicht da man so nicht flexibel ist. Wir haben uns für das Set von Quechua (Link) entschieden welches ein Wurfzelt und eine Wasserpumpe beinhaltet. So können wir wo immer wir wollen duschen. 8l Wasser reichen bei uns für beide inkl. Haare waschen.

Van aus dem Hafen in Montevideo holen. Falls ihr Hilfe dabei braucht, legen wir euch sehr ans Herz Tim zur Hilfe zu nehmen. Er nimmt hierfür CHF 80.00 begleitet euch dafür den ganzen Tag bis ihr mit dem Auto aus dem Hafen fährt und dient als Übersetzer. Wir machten dies ebenfalls mit ihm da es doch relativ viel Papierkrieg war, wir beide die Sprache nicht wirklich beherrschten und vor Nervosität kaum klar denken konnten. Wir können euch gerne den Kontakt von ihm geben.

Paraiso Suizo. Wir übernachteten die erste Nacht auf dem Campingplatz von einem Schweizer Paar. Hier erhielten wir sehr wertvolle Tipps und uns wurde sehr geholfen.

Couchsurfing. Falls ihr gerne einige Leute kennen lernen wollt oder jemanden braucht der euch die Stadt ein wenig zeigt ist Couchsurfing perfekt. Es gibt jeweils einmal in der Woche ein Treffen in einer Bar wo man sich mit Locals sowie auch anderen Reisenden bei einem Bier unterhalten und neue Kontakte knüpfen kann.

Hab keine Angst und vergiss alle Vorurteile! Bei uns war das eher so „passt ja auf“, „dort hat es eine hohe Kriminalitätsrate“, „blablabla“ dementsprechend hatten wir auch Vorurteile, für welche wir uns mittlerweile fast schon schämen. Die Leute hier sind so herzlich und hilfsbereit obwohl sie nichts haben! Habt keine Angst in der Nacht, seid gutmütig. Die Leute wollen euch meistens nichts Böses <3

Pinterest Für den Umbau haben wir viel Inspiration von Pinterest geholt. Auch jetzt noch vertreiben wir gerne unsere Zeit auf Pinterest, momentan aber mehrheitlich um Koch Inspirationen zu holen.

Internet. Es gibt die Möglichkeit mit einem Mobilen WI FI Router zu kaufen auf den man Internetguthaben laden kann. Für uns ist das zu teuer. Wir verwenden Lokale SIM Karten die man im Internet oder bei Tankstellen aufladen kann. Zu beachten ist hier, dass es nicht immer einfach ist, da die Installation in spanisch oder Portugiesisch ist, aber, wo ein Ziel da ein Weg! nach unserer Erfahrung ist es In Brasilien ziemlich schwierig. In Argentinien hatten wir eine Simcarte von Claro (Link) und bezahlten dafür 200 Argentinische Pesos für 20 Tage und 5 GB Internet. In Uruguay hatten wir eine Sim von Movistar wobei wir 215 Uruguaianische Pesos für 20 Tage und 5 GB bezahlten. Alle Karten sind einfach aufladbar an jedem Kiosk oder via SMS. Ausser die Brasilianische. Hier bezahlt man 2 Reais für 1 Tag inkl. 200 MB andere Optionen gibt es kaum. nach unserer Erfahrung ist es In Brasilien ziemlich schwierig. Wir sind noch dran bessere Angebote zu suchen.

Strom: Für was braucht ihr alles Strom? Nach dieser Frage muss euer Van ausgerüstet sein. Wir haben eine 90ah Batterie mit einem 120W Solarpanel und einem 300W Inverter 12v zu 220v. Für uns ist jedes dieser Elemente zu klein oder zu schwach. Unser Kompressions – Kühlschrank ist der grösste Verbraucher der unsere Batterie in zwei Tagen leer saugt. Mit dem Solarpanel reicht das noch ein bisschen länger. Also unser Tipp wenn euch die Energiekapazität wichtig ist: Starke Batterie (min 120ah) und Starkes Solarpanel (ca.300w). Auch der Inverter würden wir grosser wählen, denn wir würden gerne mal einen Mixer verwenden, der 600w saugt und da unserer zu klein ist geht das leider nicht.
Wer diese technischen Angaben nichts sagen würde ich euch empfehlen einen Stromer (noch besser Autoelektriker) um Hilfe zu bitten. Später wir euch viel nerven und Geld erspaart.

Solarpanel: wie bereits gesagt hätten wie gerne ein grösseres Solarpanel (ca.300W). Wir standen vor der Entscheidung, ob wir ein Fixes Solarpanel nehmen oder ein Solarkoffer. Wir haben uns für den Solarkoffer Entschieden (Link). Der den Vorteil hat, dass man ihn beliebig der Sonne ausrichten kann während das eigene Fahrzeug im Schatten ist. wir haben gemerkt dass wir eh immer in der Sonne Parkieren weil es am Strand nicht anders geht. Und andererseits ist es auch immer aufwendig den Solarkoffer aufzustellen und wieder abzubauen. Seit ca. einer Woche ist er fix auf dem Dach Montiert. Also auch da muss man sich im Vorhinein überlegen was man braucht. Wir würden uns jetzt für ein Fixes Solarpanel entscheiden.

Grösse des Vans: LxBxH 4.950mm x1.980mm x2.800mm. die Grösse unseres Vans ist ideal. Was uns am meisten begeistert ist, dass wir drinnen stehen können und bei schlechtem Wetter genügend Platz zum Kochen und relaxen haben. Und trotzdem können wir bei normalen Parkplätzen Parkieren und übernachten. Der einzige Knackpunkt ist das Bett, das hätten wir gerne in der breite gehabt aber das Innenmass Reichte nicht aus.

Wasser: Wir haben einen 80L Wassertank der durch einen Katadyn- und Kohlefilter gefiltert ist. Für uns eine super Lösung mit der mir unnötige PET Abfälle vermeiden können und auch Geld sparen indem wir Wasser überall auffüllen können (gratis). Oftmals an Tankstellen. Aber ACHTUNG, unbedingt vorher das Wasser Probieren, denn wir haben beim erstem mal Wasser auffüllen die schlechte Erfahrung gemacht, dass das Wasser einen Benzingeschmack hatte. Was nicht so einfach war den Geschmack aus dem System herauszubekommen.

Abgedunkelte Scheiben:  Ihr seht raus dafür aber niemand rein. Ich denke viel mehr muss dazu nicht gesagt werden 😉

Hilfreiche Blogs, Instapages und Läden welche uns begleitet haben und es immer noch tun: Insta: @captvanstrolling

Blogs:

https://www.panamericana-reise.com/

http://www.viva-panamericana.ch/

http://www.vollzeitreisen.de/

http://www.amigo-on-tour.ch/

Läden:

https://www.camping-profi.ch/

https://www.jumbo.ch/de/

https://www.transa.ch/

 

Sollten noch nicht alle Fragen geklärt sein, haben wir hier noch einige Tipps.

Watson Artikel

Falls nun immer noch Fragen offen sein sollte, schreib uns einfach unten in die Kommentare.

 

Viel Spass bei deiner Reise!