In Südamerika ist es verboten mit einem Hund in einen Nationalpark zu gehen. Das war auch einer der Gründe warum wir uns lange gegen einen Hund entschieden haben. Wir hörten von vielen anderen Reisenden, wie umständlich es ist mit einem Hund zu reisen. Ebenfalls an den Grenzübergängen.

Gut dann war halt das Problem, dass Monti so herzig war und wir ihn nicht einfach auf der Strasse lassen konnten. Also sagten wir uns „No risk no fun“ und alle unsere Freunde und Familie freuten sich schon uns zuzuschauen wie wir nun zu dritt als ziemlich tollpatschige Trio durch die Welt gehen.

Wie man am einfachsten und günstigsten mit einem Hund in einen Nationalpark reinkommt.

Peninsula Valdes ging ziemlich gut mit dem Hund, da man ihn reinnehmen konnte aber einfach nicht aus dem Auto lassen durfte. Im Torres del Paine ist das nun etwas anders. Nach Stundenlangem Kopfzerbrechen entschieden wir uns also; Wir machen es und schmuggeln den Hund mit hinein.

Wir kamen also um ca. 21.00 Uhr vor dem Eingang des Visitor Centers an und parkten dort. Wir passierten die Eingangskontrolle, welche nicht mehr besetzt war und konnten somit Gratis hinein.

Am nächsten Morgen ging es früh los. Um 8.00 Uhr wanderten wir los. Eigentlich müsste man sich für die Wanderung registrieren und dort sein Einrittsticket vorweisen. Da wir dies nicht hatten, umgingen wir diesen Posten einfach.

Die Wanderung war wunderschön und anstrengend. Wir planten nach 6h wieder unten zu sein, hatten aber schlussendlich 8h da wir eine so wunderbare freie Aussicht auf die drei Torres hatten, wollten wir diese auch ein wenig geniessen. Anschliessend ging es wieder runter. Unterwegs gönnten wir uns noch ein Siegerbier, welches wirklich nur für Sieger ist, da zwei Bier CHF 18.- gekostet haben. Umso schneller waren wir dann wieder unten um endlich Monti in den Arm zu nehmen. (Und das zerstörte Auto) Wir hatten ein sehr mulmiges Gefühl dabei ihn so lange alleine zu lassen und hofften er würde wenigstens einen Teil des Autos unversehrt lassen. Als wir also endlich beim Auto ankamen, wurden wir von einer Sauerei in Empfang genommen, welche wir uns aber (teilweise) selbst zuzuschreiben haben. Man lässt ja auch nicht den vollen! Kübel im Auto. Naja ansonsten hat er glücklicherweise nicht viel verwüstet. Wir waren so nudelfertig, das wir entschieden noch eine Nacht hier zu übernachten und am nächsten Tag weiter zu fahren.

Am nächsten Tag ging es also raus aus dem Nationalpark, was sehr gut klappte. Der Hund blieb unentdeckt und wurde an unserem Schlafplatz mit einer saftig grünen wiese, einem Wasserfall und Auslauf belohnt.

Das Fazit unserer Mission

Das nächste Mal würden wir den Hund abgeben und nicht mehr mitnehmen. Da es doch einige Stunden waren, die er alleine im Auto sein musste. Zudem ist dieses Versteckspiel sehr mühsam und Nerven aufreissend. Man kann mit ihm im Park nicht wirklich Gassi gehen, muss ihn immer verstecken, er sollte ja nicht bellen und man muss in der Nacht anreisen. Aber allem in allem müssen wir doch sagen hat es sich wenigstens ein wenig gelohnt. Die Aussicht auf die drei Torres war atemberaubend!

Fazit Nationalpark

Torres del Paine gilt als einer der schönsten Nationalparke der Welt. Ob das so ist, können wir schlecht beurteilen, da wir noch nicht in allen Nationalparken dieser Welt waren 😉 Dieser ist aber wirklich etwas Spezielles. Wir in der Schweiz sind ja echt auch verwöhnt, was Berge, Gletscher und Seen angeht. Hier hat man aber wirklich das Gefühl man sei in einer anderen Welt. Leider gibt es aber auch sehr viele Vorschriften, . Wenn man Mehrtageswanderungen machen will, muss man diese bereits mehrere Monate im Voraus buchen und sie sind wahnsinnig teuer, wie alles hier (CHF 18.- für zwei Bier)! Man darf keine Gaskocher benutzen, nicht rauchen etc. Wir verstehen ja das man Vorschriften machen muss bei jährlich ca. 200’000 Besuchern, es fühlt sich aber halt ein wenig an als würde man in einen Zoo besuchen.